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Wie können wir einen Bandscheibenschaden vorbeugen? Teil 2

Aus unserer Sicht sind dies die wichtigsten Dinge:

1. Training

Durch ein angepasstes Training können wir dem natürlichen Alterungsprozess entgegenwirken und die Funktionen der Bandscheiben länger aufrecht erhalten und teilweise sogar verbessern. Somit reduzieren wir die Gefahr bei alltäglichen Bewegungen oder sportlichen Aktivitäten die Belastbarkeit der Bandscheibe zu überschreiten

Was es dabei zu beachten gilt könnt ihr den vorherigen Artikeln auf unserer Website entnehmen.

(z.b Kreuzheben – Rückenkiller)

1. Angepasster Lebensstil Dabei geht es vor allem darum, dass wir der Bandscheibe neben einer angepassten Belastung auch genug Ruhezeiten gönnen, dass sie sich wieder vollsaugen kann. Dabei müssen wir auf folgende Punkte achten:
  • Schlafdauer und Schlafqualität
  • Sitzzeit immer wieder unterbrechen
  • Vielseitige Aktivitäten mit ständigem Wechsel aus Druck und Entlastung
  • Bei längerer Belastungsdauer oder intensiven Belastungen sollte auf eine möglichst schonende Bewegungsausführung wert gelegt werden.

1. Ernährung

Dabei geht es vor allem darum, dass wir unserem Körper die nötigen Mikronährstoffe bieten, die für alle möglichen Prozesse im Körper notwendig sind. Gerade die Regeneration der Bandscheibe kann sehr stark an einer Unterversorgung an Vitaminen und Mineralstoffen leiden. Aus wissenschaftlicher Sicht wurde das Thema Rauchen im Zusammenhang mit Bandscheibenregeneration sehr gut untersucht. Dabei kam heraus, dass vor allem die Diffusion von Sauerstoff und Glukose nach dem Rauchen deutlich reduziert ist. Dies hat zur Folge, dass es zu einer beschleunigten Degeneration der Bandscheibe kommt.

1. Deep Learning

Wir müssen uns bewusst machen was die Bandscheibe für Aufgaben hat und versuchen durch eine gute Aufklärung die Panik vor einem Bandscheibenvorfall zu reduzieren. Je besser wir über die Thematik bescheid wissen, desto besser können wir sowohl unser Verhalten als auch unsere Psyche steuern. Panik und Stress können sich dabei negativ auf die Regenerationsfähigkeit der Bandscheibe auswirken

Kann ich jetzt durch das Heben von zu vielen Kilos oder durch eine falsche Bewegung einen Bandscheibenvorfall bekommen?

Vermutlich nicht, denn ein Bandscheibenschaden passiert immer über längere Zeit und die Hauptfaktoren sind fast immer.

  • Zu lange zu wenig Belastung
  • Zu lange zu viel Belastung

Kurzzeitig hohe Belastungen toleriert unsere Bandscheibe und übrigens auch unser gesamter Körper sehr gut, aber nur dann wenn nicht bereits ein Problem besteht. Wenn jetzt jemand durch das falsche Tragen eines Koffers oder durch 1x pro Woche Krafttraining mit Gewichten einen Bandscheibenvorfall davon zieht, ist die Vermutung naheliegend, dass das nur der Tropfen auf dem heißen Stein war, der jetzt die ganze Symptomkette ausgelöst hat.

Brauch ich ein MRI, wenn ich starke Rückenschmerzen habe?

Die meisten Leute beharren, darauf, dass sie so schnell es geht ein bildgebendes Verfahren bekommen, dabei kommt es sehr häufig zum MRI und wenn der Patient über 40 Jahre alt ist, ist das Ergebnis sehr häufig eine Bandscheibenvorwölbung oder ein Bandscheibenvorfall.

Um die Panik davor etwas zu nehmen möchte ich euch die Untersuchung an gesunden Rückenpatienten zeigen:

Bereits bei über 50% der 40 Jährigen konnte eine Bandscheibenvorwölbung erkannt werden und bei 30% konnte man bereits von einem Vorfall sprechen. Dabei waren diese Leute komplett schmerzfrei.

Wie gibt es so was?

Jetzt sollte sich der Kreis dieses Artikels etwas schliessen. Es handelt sich bei den MRI Befunden lediglich um natürliche Alterserscheinungen, die keineswegs pathologisch sind. Ein MRI Befund ist in diesem Falle nur sinnvoll, wenn das klinische Bild dazu passt und sollte unter keinen Umständen für Panik sorgen.

Abschliessende Worte

Wir hoffen wir konnten euch etwas Klarheit zum Thema Bandscheibenvorfall verschaffen. Es ist uns ein Anliegen euch zu zeigen, dass ein Bandscheibenvorfall selten auf ein akutes Ereignis zu begrenzen ist, sondern vielmehr das Ergebnis von vielen Faktoren über eine längere Zeitspanne darstellt. Die Angst durch einzelne Aktionen einen gröberen Rückenschaden davonzuziehen ist aus unserer Sicht also eher unbegründet, bzw. sehr unwahrscheinlich. Im Anhang wollen wir euch noch ein paar Statistiken aus Amerika zum Thema Rückenschmerz liefern.