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Die Muskeln rundum das Schulterblatt – der Schlüssel zu einer gesunden Schulter

Wie wir bereits in dem vorhergehenden Artikel gesehen haben, ist die Bewegung zwischen Schulterblatt und Brustkorb sehr bedeutend für eine saubere schmerzfreie Schulterbewegung. In diesem Artikel wollen wir euch über die Hintergründe aufklären und zeigen worauf wir beim Training der umgebenden Muskulatur achten müssen.

Welche Bewegungen sollte das Schulterblatt ausführen können?

Elevation – Schulterblatt wird nach oben gezogen

Depression – Schulterblatt wird nach unten gezogen

Retraktion – Schulterblätter werden zusammen gezogen

Protraktion – Schulterblätter werden auseinander gezogen

Mediorotation – Schulterblätter werden nach innen rotiert

Lateralrotation – Schulterblätter werden auswärts rotiert

Jede dieser Funktionen wird durch die Arbeit unterschiedlicher Muskeln geprägt. Bei einer korrekten Bewegung ist das richtige Zusammenspiel aller Muskeln sehr entscheidend. Dabei haben sehr viele Menschen Probleme mit der korrekten Schulterblattbewegung.

1. Überaktivität Nackenmuskeln

Viele Menschen neigen zu einer erhöhten Spannung der oberen Nackenmuskeln, speziell des m. trapezius descendensund des m levator scapulae.

Dies führt dazu, dass sich das Schulterblatt bereits in Ruhe in einer Elevationsstellung befindet oder in Bewegung viel zu früh hochgezogen wird. Dies führt zu weiteren Verspannungen und einer mangelnden Effizienz der Bewegung. Oft haben diese Personen Probleme damit, dass ihre Arme einschlafen, wenn sie länger über dem Kopf gehalten werden.

Was können wir dagegen tun?

• Alle Funktionen der Schulterblätter in gleichem Ausmass trainieren und den Schwächen angepasst forcieren.
• In den jeweiligen Problempositionen bestimmte Schulterblattbewegungen üben.
Beispiel: Max Muster zieht seine Schulter ab 90° Abspreizen des Armes hoch. Jetzt gehen wir genau in diese Position oder etwas darunter und versuchen, Max dort eine Elevations- und Depressionsbewegung ausführen zu lassen.

• Das richtige Timing über diverse Wahrnehmungs- und Koordinationsübungen erlernen.

2. Nach vorne gezogene Schulter

Durch die alltäglichen Anforderungen neigen viele Menschen dazu, ihre Schultern in einer sogenannten Protraktionsstellung zu halten. Dies führt zu einer Überaktivität der vorderen Schulter und Brustmuskulatur. Diese Personen leiden sehr oft an Schulterproblemen bei Bewegungen zwischen 60 und 120° Abspreizen des Armes.

Was können wir dagegen tun?

• Stützaktivitäten unter Kontrolle der korrekten Schulterblattposition
ART6
• Übungen die vermehrt den M. Serratus Anteriortrainieren
ART7

• Spezifische Übungen für die Rhomboideen
ART8

• Wahrnehmungsschulung bei diversen Schulterbewegungen

3. Abstehende Schulterblätter
Bei vielen Menschen kommt es bei Stützpositionen oder beim einfachen Heben des Armes zu einem Abheben des Schulterblattes. Dies kann eine ganze Kette an Funktionsstörungen der Schulter auslösen und ist häufig ein Grund für die Entstehung von Schulterproblemen. Dabei sind vor allem der m. serratus anterior und die Rhomboideen gegen ein Abkippen des Schulterblattes verantwortlich.

Was können wir dagegen tun?

• Stützaktivitäten unter Kontrolle der korrekten Schulterblattposition
ART6
• Übungen die vermehrt den M. Serratus Anteriortrainieren
ART7

• Spezifische Übungen für die Rhomboideen
ART8

• Wahrnehmungsschulung bei diversen Schulterbewegungen

4. Schlechte Koordination beim Auf- und Abwärtsrotieren der Schulterblätter

Das ist so eine Sache, die man erst merkt, wenn man die Schulterblätter beim Hochheben und Absenken des Armes beobachtet. Hierbei erkennt man oft eine sehr unrunde Bewegung durch ein falsches Timing der jeweiligen Muskulatur. Eine Überaktvität der Nackenmuskulatur und der vorderen Schulter und Brustmuskulatur sind eine mögliche Erklärung dafür, aber viel öfter ist es ein Timing-und Koordinationsproblem, weil gewisse Schulterblattfunktionen im Alltag kaum mehr ausgeführt werden. Dabei ist hier weder das Ein- noch Ausschalten bestimmter Muskeln wichtig, sondern die richtige Aktivität zum richtigen Zeitpunkt.

Was können wir dagegen tun?

• Alle Funktionen der Schulterblätter in gleichem Ausmass trainieren und den Schwächen angepasst forcieren.
• In den jeweiligen Problempositionen bestimmte Schulterblattbewegungen üben.

Beispiel: Max Muster zieht seine Schulter ab 90° Abspreizen des Armes hoch. Jetzt gehen wir genau in diese Position oder etwas darunter und versuchen, Max dort eine Elevations- und Depressionsbewegung ausführen zu lassen.

• Das richtige Timing über diverse Wahrnehmungs- und Koordinationsübungen erlernen.